Lydia - in the land of dreams

Dieses Bild ist inspiriert von Lydia Welti-Escher- Ich habe das Buch "Ein Bild von Lydia" gelesen, geschrieben von Lukas Hartmann. Es hat mich sehr berührt


Lydia Welti-Escher (1858–1891) war eine der bekanntesten und wohlhabendsten Frauen der Schweiz im 19. Jahrhundert. Sie war die einzige Tochter des Eisenbahnpioniers und Politikers Alfred Escher und wuchs in der Villa Belvoir in Zürich-Enge auf. 


1883 heiratete sie Friedrich Emil Welti. Die Ehe galt jedoch als unglücklich. Während eines Aufenthalts in Florenz lernte Lydia den Künstler Karl Stauffer-Bern näher kennen, dessen Mäzenin sie wurde. Zwischen den beiden entwickelte sich eine Liebesbeziehung, die in der damaligen Gesellschaft einen grossen Skandal auslöste. Auf Veranlassung ihres Ehemanns und ihres Schwiegervaters wurde Lydia trotz fehlender psychischer Erkrankung in eine psychiatrische Klinik in Rom eingewiesen, während Stauffer-Bern verhaftet wurde. 

Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz wurde Lydia gesellschaftlich ausgegrenzt. Dennoch gründete sie kurz vor ihrem Tod die spätere Gottfried Keller-Stiftung, die bis heute bedeutende Schweizer Kunstwerke fördert. Ursprünglich wollte Lydia mit der Stiftung besonders auch Künstlerinnen unterstützen, konnte diesen Wunsch jedoch gegen die damaligen gesellschaftlichen Strukturen nicht vollständig durchsetzen. 

Am 12. Dezember 1891 nahm sich Lydia Welti-Escher im Alter von nur 33 Jahren in Genf das Leben. Heute gilt sie als tragische, aber auch bemerkenswert moderne Persönlichkeit: als kunstsinnige Mäzenin, selbstbewusste Frau und Opfer der patriarchalen Gesellschaft ihrer Zeit. 

 
Quelle Wipkipedia 

Mixed Media und Öl auf Leinwand
70 x 80 cm

2025